Gewicht und Ernährung (F&W)

Man unterscheidet zwei Arten von Fettgewebe: das weisse und das braune Fettgewebe. Wird heutzutage von Fettgewebe gesprochen, ist meistens das weisse gemeint. Braunes Fettgewebe ist selten und kommt praktisch nur bei Säuglingen vor. Es hat die Aufgabe, Wärme zu produzieren und zu speichern. Deshalb findet man diese Art von Fettgewebe auch bei Tieren, die einen Winterschlaf halten. Beim erwachsenen Menschen ist das braune Fettgewebe weitgehend zurückgebildet. Man findet aber noch Reste um die grossen Gefässe und selten im Bereich der Nieren und im Mediastinum.

Beim weissen Fettgewebe werden hauptsächlich drei verschiedene Aufgaben unterschieden:

  1. Isolierfett
  2. Speicher- oder Depotfett
  3. Bau- oder Strukturfett

Fettzellen sind mit Lipiden gefüllt. Lipide sind energiereiche Verbindungen. Die Fettzelle ist in der Lage, Lipide aufzunehmen und diese auch wieder abzugeben. Eine Vermehrung der Fettzelle ist nicht möglich. Es wird jedoch diskutiert, ob im Alter neue Fettzellen aus Stammzellen gebildet werden können. Dies vor allem unter der Wirkung des Leptins, eines Hormons, das bei erhöhtem Bauchfett und Übergewicht entsteht.

Der Körper ist mit einer Schicht Isolierfett überzogen. Isolierfett ist ein schlechter Wärmeleiter und schützt somit vor Wärmeverlust. Je nach Veranlagung entsteht an manchen Stellen des Körpers zu viel Isolierfett und tritt dann als formstörendes Speicherfett auf (z.B. Bauch, Hüften, Oberschenkel). Wo sich Speicherfett anreichert, ist hauptsächlich genetisch bedingt.