Therapiemöglichkeiten

Durch diätetische Massnahmen ist nur eine Reduktion der Fettgewebsverdickungen zu erwarten, wenn zusätzlich eine Adipositas (Fettleibigkeit) besteht, was an der Dicke des Rumpffettgewebes erkennbar ist. Auch leicht übergewichtige Patienten können durch Gewichtsreduktion eine leichte Verbesserung erreichen. Bei Patienten, bei denen der Rumpf sehr schlank ist und somit keinerlei Adipositas besteht, wird auch durch strengste Diät keine weitere Reduktion der Lipohypertrophie erreicht werden können. Diese Patienten würden eher den Hungertod sterben, als dass die Beine oder Arme erheblich dünner würden.

Die einzige erfolgversprechende Therapie, um diese Extremitätenfettgewebsvermehrungen zu reduzieren, ist die Liposuction. Wichtig dabei ist, die an einer Lipohypertrophie mit zusätzlicher Adipositas leidenden Patienten zu Reduktionskost (Gewichtsreduktion) und Sport zu motivieren, denn die zusätzliche Adipositas verschlechtert die Umfangsmasse der betroffenen Extremitäten zusätzlich.

Zur Volumenreduktion kann auch beim Lipödem wie bei der Lipohypertrophie die Liposuktion eingesetzt werden. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die ödembedingten Beschwerden durch dieses Vorgehen nicht verschwinden und deshalb die Patienten immer mit einer Kombinationstherapie aus Kompression, Lymphdrainage und Entschlackung weiterbehandelt werden müssen. Medikamentöse Unterstützung durch Abschwellung ist ebenfalls zu empfehlen (NSAR).

Das Lipödem wird praktisch immer von einer schwer zu behandelnden Cellulite Stadium III begleitet.

Differentialdiagnostisch muss ein Venenleiden ausgeschlossen werden.

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